Ultraschall in der Backstube
Innovative Schneidemaschine portioniert Kuchen
Vorsichtig fährt der Zeigefinger prüfend über die stählerne Schneide. Gar nicht so scharf wie gedacht. Dennoch zerteilt das gut 30 Zentimeter lange Messer den Kuchen mit sauberen Schnitten – ohne ausgerissene Kanten, dreißig Mal in der Minute. Hoch automatisiert und komplett ausgerüstet mit Lenze-Technik sind die Maschinen der Bakon food equipment aus Goes in der niederländischen Region Seeland. Das Unternehmen liefert weltweit Maschinen für die Bäckereibranche.
Der Clou an der Schneidemaschine für Blechkuchen ist Ultraschall. Er lässt das Messer mit 20.000 Schwingungen in der Sekunde vibrieren.
Heute ist ein Kunde aus England bei Bakon zu Gast. Er hat Schokoladen und Zimtkuchen mitgebracht – zum Testschneiden. Ein Förderband bringt den Kuchen in die richtige Schneideposition.
Unter dem Ultraschallschneidemesser stoppt das Backblech. Es wird exakt ausgerichtet und während des Schneidens fixiert. Das Messer ist an einer Servo-Antriebsbrücke über dem Förderband montiert. Der Servo-Antrieb verstellt das Messer. Dadurch fährt es in jede gewünschte Schneideposition und jede Kuchenstückeinteilung kann gewählt werden. Die gewünschte Gebäckabmessung tippt man einfach in einen Touchscreen-Bildschirm ein.
Nach dem Schneiden transportiert das Förderband das Backblech mit dem geschnittenen Kuchen aus der Maschine heraus. Fertig. »Warum setzen Sie Lenze ein?« Ohne lange zu überlegen fallen dem technischen Leiter von Bakon, Ronald Gijssel, mehrere Gründe ein: lange Partnerschaft, gute Produkte, weltweiter Service. Und warum kaufen Großbäckereien die Maschinen bei Bakon? »Die Produktion in den Backstuben des Handwerks oder der Lebensmittelindustrie wird immer weiter automatisiert. Und so schnell und präzise wie unsere Ultraschallschneidemaschine kann kein Mensch Kuchen portionieren«, erklärt Gijssel. Dieser Erkenntnis konnte sich auch der Kunde, der den Kuchen zum Testschneiden mitbrachte, nicht entziehen – und bestellte diese Maschine.
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